Wie fängt man mit Naturkosmetik an?

Heute wird es wieder etwas textlastig…
Es ist nicht allzu schwer zu beschließen, Naturkosmetik zu benutzen, besonders da so viele Gründe dafür sprechen. Der nächste Schritt es tatsächlich zu tun, einfach irgendwo anzufangen, ist dagegen schon ein wenig spannender. Wo fängt man an?

Ich habe einen hervorragenden Tipp gelesen, den ich gerne weiter geben möchte, denn hätte ich das vor ein paar Jahren gelesen, wäre mein Einstieg sicherlich etwas leichter gewesen. Er stammt aus dem recht informativen und vor allem unterhaltsam geschriebenen (nur auf Englisch verfügbaren) Buch „No More Dirty Looks“, die beiden Autorinnen führen auch einen Blog zu „sauberer Kosmetik“, den ich sehr gerne lese. Ich bin mir sicher, dass sie nichts dagegen haben, wenn ich einen ihrer hilfreichen Tipps auf diese Weise verbreite oder zur Diskussion stelle.

Ich vermute, dass die meisten „Anfänger“ sich wie ich damals auf das Gesicht stürzen, es scheint irgendwie klar und einfach, dass man sich eine NK-Gesichtscreme kauft. Dabei ist die Gesichtshaut manchmal schwieriger zufrieden zu stellen, kann sensibel auf Duftstoffe oder mit Unreinheiten auf potenziell dafür bekannte Stoffe reagieren. Es bedarf oft viel Zeit und nimmt eine Menge Produkte in Anspruch, bis man sich zurecht gefunden hat. Ich fing damals mit Dr. Hauschka an, das irgendwie oft als das non plus ultra der NK-Szene gilt und wurde bei jedem Produkt mit Pickel und trockener Haut belohnt. Im Nachhinein weiß ich: zum einen ist in den Produkten eine Menge Alkohol enthalten, zum anderen ist die Rose quasi die Basis hier und ich reagiere darauf mit Unreinheiten. In konventionellen Produkten werden Rosenextrakte oder Rosenwasser wohl seltener eingesetzt, weshalb ich das vorher nicht festgestellt habe.

Wie würde also ein leichterer Einstieg aussehen? Man fängt mit dem Körper an!

Die Haut am Körper macht den größten Anteil aus, weshalb habe ich das nicht selbst als die naheliegendste Lösung gesehen? Darüber hinaus ist sie hier potenziell nicht so sensibel wie im Gesicht, so dass man weniger falsch machen kann. Auch rein rechnerisch macht es besonders Sinn. Überlegt euch nur mal, Jahr für Jahr schmiert man sich irgendwas auf die größte Fläche seines Körpers, Wenn sich darin Stoffe befinden, die aufgrund ihrer Gefahr nur in kleinen Mengen erlaubt sind (allein dies ist schon ein merkwürdiger Gedankengang, warum dann überhaupt zulassen?), was passiert eigentlich, wenn man dem Körper diese Stoffe täglich dauerhaft zuführt? Wieso sollte ich mich dieser Ungewissheit aussetzen, wo die Alternativen direkt vor meiner Nase sind.

Der erste sinnvolle Schritt beim Umstieg auf Naturkosmetik wären also ein Duschgel und eine Bodylotion, anschließend können Handcremes und Fußpflege folgen. In dem Bereich gibt es wirklich viele Produkte, häufig auch günstige (seltsamerweise lese ich oft „ich würde ja umsteigen, aber NK ist so teuer“, was für ein Unsinn!) – und besonders online ist die Auswahl schier unerschöpflich und meiner Meinung nach sogar interessanter als in den Läden vor Ort.

*Duschgels*
Man sollte sich allerdings nicht unbedingt ein x-beliebiges Duschgel greifen ohne einen Blick auf die INCI-Listen werfen, da es auch im NK-Segment zum Beispiel irritierende Tenside geben kann (gutes bzw. schlechtes Beispiel sind die von CATTIER) und Natur leider nicht immer sofort „sehr gut“ bedeutet. Eine gute Übersicht dazu gibt es bei Kosmetik-Check. Dies im Hinterkopf behaltend sollte man problemlos ein passendes nicht reizendes Duschgel finden.

Übrigens finde ich Agatas Post zum Thema Naturkosmetik an dieser Stelle sogar recht passend, es ist wichtig, dass man sich in jeglicher Hinsicht mit NK und konventioneller Kosmetik kritisch auseinander setzt und ein mündiger Konsument wird, ohne blind auf jedes Werbeversprechen herein zu fallen oder unsinnig formulierte Produkte zu nutzen – und die gibt es in jedem Bereich! Auch ist es fehl am Platze sich auf die EU-Kosmetikverordnung zu verlassen und zu denken, dass sie nur unser Bestes will und nie besorgniserregende Stoffe zulassen würde (bestes Beispiel: Formaldehyd).

*Bodylotion*
Hier empfehle ich (wie letztendlich bei allen Produkten) darauf zu achten, dass Alkohol nicht ganz vorne steht oder sogar überhaupt nicht enthalten ist, das kann einfach ziemlich austrocknend sein. Muss natürlich nicht für jeden gelten, aber viele machen diese Erfahrung ebenso wie ich. Ich habe mich damit zumindest ein wenig versucht auseinander zu setzen, als ich meine Review zu der Bärbel Drexel Astaxanthin Pflege geschrieben habe. Gerade in der Naturkosmetik bekommt man Auszüge der Pflanzen häufig nur mit Alkohol wirksam in die Cremes, insofern muss man sich hier selbst durchprobieren.
Viele fallen übrigens darauf herein, dass es Stoffe gibt, die das Wort Alkohol enthalten, aber kein Alkohol in diesem Sinne sind (z.B. Cetearyl Alcohol), wieder kann ich nur empfehlen, sich vorher zu informieren, es lohnt sich.

Ob man mit besonders günstigen Körpercremes klar kommt, die häufig einen hohen Anteil an Glycerin oder Glycine Soja Öl (weniger hochwertig) haben, muss man einfach ausprobieren. Ich versuche mittlerweile zum Beispiel auf Glycerin ganz vorne und auf Esteröle zu verzichten so gut es geht, sie sind verarbeitet und enthalten weitaus weniger oder keine gut wirksamen Bestandteile, Linolsäure und Ölsäure fehlen auch, weitere Informationen findet ihr dazu bei Olionatura. Besteht ein Produkt hauptsächlich aus Esterölen, muss man auf den Preis schauen, ob sich das lohnt (bestes Beispiel für mich sind die Melvita Trockenöle, die toll aussehen, an den vorderen Plätzen aber nicht wirklich etwas hochwertiges haben, das meiner Meinung nach den hohen Preis rechtfertigen würde).

*Was tun bei Duftstoffallergien*
Hat man bereits eine bekannte Duftstoffallergie, die sich vermutlich ja nicht nur aufs Gesicht beschränkt, wird es etwas schwieriger und das Feld der Produkte kleiner, man arbeitet im NK-Bereich ja wahnsinnig gerne mit ätherischen Ölen. Unmöglich ist das aber natürlich dennoch nicht! Augen aufhalten, Listen lesen, recherchieren.

Mir ist insbesondere dazu die Freistil-Linie von i+m bekannt, die einen Blick wert wäre, hier kommen die Produkte ohne Duftstoffe aus. Auch von Lavera gibt es eine Neutral-Linie, die mittlerweile in jedem dm zu haben ist. CATTIER (auch wenn ich die Duschgele auf meine rote Liste gesetzt habe) bietet eine parfümfreie Reinigungsmilch an. Alles nur kleine Beispiele!
Es bleibt einem natürlich nicht erspart, alles an sich selbst auszuprobieren, und das macht oft ja auch den Reiz für uns Kosmetikbegeisterte aus.

Wie war denn euer Einstieg in die Naturkosmetik? Was haltet ihr von diesem Tipp der No More Dirty Looks Damen? Man, ich halte übrigens eigentlich nix davon, solche Fragen am Ende des Posts zu stellen, um quasi die Leser zum Kommentieren zu bewegen (wer was zu sagen hat, tut es auch ohne Fragen), aber hier würden mich eure Antworten wirklich interessieren!

Eure
viktoria

19 thoughts on “Wie fängt man mit Naturkosmetik an?

  1. Ein toller Tipp, Viktoria, danke für’s Weitergeben. Wenn ich so darüber nachdenke, ist es wirklich am Naheliegensten mit dem Körper anzufangen, weil er potenziell am Unkompliziertesten ist.

    Ich habe mir bei meinen Umstieg ehrlich gesagt keine großen Gedanken gemacht, sondern es einfach getan. Den Anfang machten bei mir die Shampoos und Spülungen von Alterra und Alverde. Auch nicht der ideale Einstieg, wenn ich es Recht bedenke, weil viele ja die milden Zuckertenside auch nicht so doll vertragen und mit juckender Kopfhaut darauf reagieren. Bei mir hat es geklappt und ich bin froh darüber! 🙂

    Aber, natürlich hast Du Recht, es gibt nicht DIE EINE Wahrheit. Jeder muss für sich selbst herausfinden, was am Besten zu einem passt. KK oder NK komplett zu verurteilen wäre falsch, es gibt halt nicht nur Schwarz oder Weiß, sondern noch ganz viel dazwischen. 😉

    Liebe Grüße,
    Kleines Gehopse
    pretty green woman schrieb kürzlich: Zuii Organic Concealer Pencil [Review]My Profile

    1. War in der Tat mutig 🙂 Die meisten tun sich schwer, von heute auf morgen auf NK-Haarprodukte umzusteigen, denke ich. Sei es die fehlende Silikon-Konsistenz oder eben die Tenside, Glück gehabt, hehe.

      Ich glaube, man muss mit seiner Überzeugung soweit gehen, wie es geht, sich aber nicht quälen, wenn es irgendwo nicht klappt, nicht wahr?

  2. ich habe damals vor jahren mit shampoo angefangen und habe mir wirklich keine gedanken gemacht, womit ich anfange. ich finde, man wächst da rein und lernt eben immer mehr dazu. inzwischen greife ich kaum noch zu allzu billiger nk, weil mich die incis einfach nicht überzeugen.

    1. Ich tu mich auch meist schwer mit sehr günstigen Produkten, sie sind einfach weniger hochwertig formuliert, ist ja klar. Genauso läuft es in der konventionellen Kosmetik auch, warum sollte das im NK Bereich anders sein. Wenn man was billig anbietet, kann es ja nur durch Einsetzen von billigen Rohstoffen funktionieren.

  3. Ich bin vor etwas über einem Jahr von heute auf morgen komplett umgestiegen. Total verrückt. Mittlerweile benutze ich auch wieder KK. Ein Grund, ich habe vor zwei Jahren plötzlich Neurodermitis im Augenbereich bekommen. Das ging dann wieder los. Den I+M Freistilbalsam für die Augen benutze ich immer noch, der ist total super, lässt sich prima verteilen und ist reichhaltig genug. Auch die Reinigungsmilch benutze ich morgens. Mit den anderen Freistil Gesichtspflegeprodukten bin ich nicht so gut klargekommen. Ich mag es nicht, wenn Sachen nicht einziehen. NK ist ja oft sehr reichhaltig. Ich möchte im Gesicht nur noch Produkte ohne Parfüm oder reizende Öle benutzen. Richtig klasse finde ich die Bodylotions von Dr. Hauschka. Die sind aber auch sehr teuer. Mal schaun, ob ich irgendwann „angekommen“ bin. Aber dafür gibt es zu viele schöne Sachen, die noch zum Testen auf mich warten und Blogs, die immer schön anfixen ;-))) Durch Euch habe ich allerdings eine Menge gelernt, vielen Dank dafür! LG Andrea

    1. Ich habe für den Urlaub letzte Woche die leichte Feuchtigkeitspflege der Freistil-Serie gekauft, die ist ruckzuck eingezogen (auf meiner trockenen Haut) und war mir alleine auch viel zu wenig – war aber eh für die heißen Tage samt Sonnencreme gedacht. Hattest du sie auch ausprobiert? Aber generell finde ich viele NK-Formulierungen etwas „anstrengender“ einzuarbeiten, gerade Bodylotions brauchen bei mir ewig, bis sie verteilt und eingezogen sind.

      Ich habe schon durchaus das eine oder andere Mal gedacht, das ist jetzt DAS Produkt, aber es gibt wirklich viel zu viel spannendes, ich kann nicht aufhören 🙂

      1. Ja, ich meine die hatte ich u.a. Ist auch etwas schwierig, ich bin 44 und möchte auch etwas mehr für die Haut tun. Im Moment teste ich gerade Paulas Choice 😉

        1. Ganz deiner Meinung, ich bin mit fast 35 ebenfalls soweit, etwas mehr für die Haut zu tun (weshalb ich immer wieder Paulas Seren verwende, momentan aber was natürliches ausprobieren will).

          Freistil ist halt minimalistisch und eher für problematische Haut gut.

          Mir gefallen die Inhaltsstoffe der Seren von 100% Pure, musst mal anschauen! Habe gerade ein Serum bestellt, ein riesiger Haufen Antioxidantien! Müsste die Tage kommen, ich bin sehr gespannt.

          1. Das Serum von Paula ist schon sehr silikonig (gibt es das Wort überhaupt?!). Vielleicht sollte ich noch bei der Naturdrogerie zuschlagen und mir ein schönes Öl gönnen, für den Herbst/Winter. Mit Pai bin ich auch gut zurechtgekommen. Muss es ja nicht bis unter die Augen schmieren 🙂 mal schaun…

          2. Es stimmt leider, Paulas Seren enthalten leider viel Silikon, ebenso die ansonsten extrem wirksam aussehenden (also laut INCI Liste) Produkte von FutureDerm.

            Bei Naturdrogerie würde ich folgende Öle mal anschauen:
            Primavera Neroli Cassis Kapseln – Hauptwirkstoff ist Borretschsamenöl, das ist genial als Anti-Aging! Ich kann die leider wegen Rosenöl nicht benutzen
            Pai Age Confidence Öl – auch tolle Zusammensetzung (mir kommt wieder Rose in die Quere)
            Santaverde Aloe Vera Blüte Age Protect sieht auch sehr fein formuliert aus

            Und was ich als nächstes auch mal bestellen werde: Babassuöl (bei Naturdrogerie von Mahlenbrey), ist laut meinem Kosmetikrohstoff-Lexikon ein wunderbares Pflegeöl

  4. Ein sehr spannender Post!
    Ich muss ja sagen, ich bin einfach faul. Zu faul, mich mit X Inhaltsstoffen auseinanderzusetzen, zu faul, meine Körperpflege zu meinem „Lebensinhalt“ zu erklären… nein schmarrn, aber ich bin einfach zu bequem, um mich jedes Mal über jedes neu gekaufte Produkt zu informieren. Ich möchte gerne reflektiert und grün konsumieren, aber am liebsten ohne das ständige Hinterfragen. Daher bin ich sehr dankbar für NK-Blogs, die das für einen übernehmen und einem gute Tipps geben!

    Mein Umstieg fing eigentlich damals an, als die Sache mit dem Mikroplastik in Peelings und deren Folgen bekannt wurde und als ich es generell Leid war, dass meine Mischhaut immer nervte. Ein wenig Googlen führte zur Erkenntnis, das gewisse Stoffe in der Gesichtspflege einfach nicht zu suchen hätten, und so probierte ich es einfach mal mit Naturkosmetik und dabei ist es eigentlich bis heute geblieben – ich teste gerne neues, aber eigentlich zu 70% bis 80% aus dem naturkosmetischen Sektor. Manche Dinge funktionieren, andere nicht, das ist eben typabhängig 🙂

    Komplett auf NK umgestiegen bin ich bei der Haarfärberei und super begeistert – keine kaputten Haare mehr, nur natürliche Farben, die dem eigenen Typ schmeicheln. Auch bei Bodylotions hab ich inzwischen tolle Produkte gefunden, in der Gesichtspflege sowieso. Deocremes nutze ich inzwischen auch sehr gerne – muss aber zugeben, immer noch ein konventionelles Back-Up Deo zu haben, für wichtige Angelegenheiten wie Vorstellungsgespräche etc, wo man es sich wirklich nicht leisten kann, das ein Produkt versagt 🙂 Einige „Altlasten“ habe ich auch noch aufzubrauchen, aber ich denke, 100% NK werden es bei mir nie werden.

    Und weil du Kosten und Cattier angeführt hast – gerade die Cattier Shampoos und Duschgele find ich für den täglichen Gebrauch aber nicht grad günstig – fürs studentische Budget 🙂 Nicht jeder kommt mit den günstigen Produkten (die durchaus teurer sind als konventionelle!) von Alverde und Konsorten klar, die Haarpflege zB hat mir Haarausfall beschert – also verstehe ich schon, wenn der ein oder andere sagt, es wäre für ihn (noch) nicht finanzierbar 🙂

    1. Hehe, Lebensinhalt ist gut. So gerne ich mich damit beschäftige, aber neben einem (laut Vertrag, und wir wissen, was das normalerweise bedeutet) 40-Stunden-Job und einem dreijährigen Kind haben andere Lebensinhalte kaum Platz.
      Was ich an Naturkosmetik so gut finde, ist die Tatsache, dass man sich etwas einfacher mit den Inhaltsstoffen auseinander setzen kann, auch ohne ein Chemie-Studium oder so. Aber selbst bei konventionellen Produkten geht es mittlerweile schneller, zum einen lerne ich ja ständig dazu, zum anderen helfen mir Anlaufstellen wie Codecheck oder EWG beim Nachschauen. Natürlich ist es bequem, sich irgendwas aus dem Regal zu greifen – aber sinnvoll? ich will erst mal wissen, ob da irgendwas drin ist, das die Versprechen auf der Verpackung auch überhaupt einlösen kann, und zum anderen natürlich, ob es in Ordnung ist, sich das Zeug drauf zu schmieren. Aktuelles gutes Beispiel bei Konsumkaiser, wer nicht liest, was drin ist in diesem Serum, fällt gehörig rein auf das Werbeversprechen.

      Man kann sich natürlich auf paar Marken einschränken, die man bereits als super empfunden hat, da müsste man sich gar nicht so sehr drum kümmern, alles zu hinterfragen. Aber bisschen langweilig, oder?

      Wegen CATTIER hast du mich aber missverstanden! Genau diese Duschgels kann ich ganz und gar nicht empfehlen, mal unabhängig vom Preis, da irritierende Tenside im Einsatz.
      Mit den günstigen von alverde oder so kann man echt nicht so viel falsch machen. Überhaupt gibt es mittlerweile paar wenige wirklich prima formulierte Produkte zum kleinsten Preis, siehe cosnature! Bin diesbezüglich auch dankbar für andere Blogs, ohne deren Infos ich auf viele Produkte wie dieser Marke zum Beispiel nie gekommen wäre. Da kann niemand mehr behaupten, dass 1,95 für eine Bodylotion (sehr gut formuliert) zu teuer wäre!

      Problem ist aber meistens wie in jedem Bereich: man bekommt halt oft das, was man bezahlt, woher sollte eine Firma billiges Zeug anbieten können mit teuren Rohstoffen… Ich habe mich mit meinen Lebensjahren und der entsprechenden finanziellen Situation Schritt für Schritt gesteigert mit den Ausgaben. Klar schmeiße ich das Geld nicht raus, gönne mir aber manchmal ein tolles Produkt zum eher luxuriösen Preis. Arbeite ja auch hart genug dafür 🙂

      Toll, dass du natürliche Haarfarben benutzt. Ich habe eine Tante, die seit Jahrzehnten nur mit Pflanzenhaarfarben färbt, sie hat auch im hohen Alter das gesündeste und dickste Haar, das ich kenne.

    2. Cattier finde ich für die Inhaltsstoffe auch nicht so günstig. NK kann aber auch mit einem studentischen Budget klappen, wenn man die richtige Mischung findet. ;). Ich wäre damals beim Körper z.B. beim Alverde Duschgel geblieben: die Pflegeleistung ist okay, der Alkohol wird wieder abgewaschen. Im Gesicht würde ich immer etwas mehr investieren. Was ich an NK bemerkenswert finde; ich hab‘ im Gegensatz zu konventionellen Produkten ein wesentlich geringeren Verbrauch. Wenn ich meine reinen Standard-Produkte, ohne Extra-Chichi, zusammenrechne (inkl. Verbrauch), zahle ich nicht mehr als vorher für KK ausgegeben habe.

  5. Ein sehr guter Post mit vielen Denanstößen; danke dafür! Ich benutze sowohl KK und NK und versuche, mir das jeweils am besten zu mir passende auszuwählen. Unverträglichkeiten habe ich selten, doch jeweils kam es bei beiden Gruppen schon einmal vor. Bei Haarpflege habe ich schon mal probiert, völlig auf NK umzusteigen, aber das Ergebnis war einfach nicht überzeugend, wie mit Pflege mit bpsw. enthaltenen Silikonen.
    Ich lese mir gleich den Text nochmal durch, da sind viele Produkte erwähnt, die ich mir mal näher anschauen möchte.
    LG und einen schönen Abend.

    1. Ich finde, dass ist sogar der bessere Weg. Ich liebe NK, weil ich das Drumherum mag („grün“), aber es gibt einfach auch sehr gute konventionelle Produkte; wenn was gut funktioniert, warum nicht dabei bleiben?

  6. Ich habe damals auch mit den Haaren angefangen, weil ich konventionelle Shampoos bzw. die Tenside darin nicht mehr vertragen habe und bin dann auch im Gesicht umgestiegen. Allerdings hatte ich professionelle Unterstützung: meine NK-Kosmetikerin. Vielleicht zähle ich auch deshalb zu denjenigen, die da erst mal keine Probleme hatten (allerdings vertrage ich nicht alles und bin bei den „Extra-Produkten“ auch immer noch am Rumprobieren). Deinen Einwand, dass man sich mit den Inhaltsstoffen auseinandersetzen sollte und nicht alles im NK-Bereich gut ist, halte ich für absolut wichtig! Es ist nicht alles Gold was glänzt ;). Melvita finde ich auch etwas hochpreisig für die Inhaltsstoffe, I+M Freistil ist tatsächlich eine tolle Serie! Arbeit macht der Umstieg, weil man einfach immer gucken, vergleichen und nachlesen muss. Codecheck mag ich allerdings nicht so gern, da sich da immer auf Ökotest gestützt wird und da habe ich auch schon viel Mist gelesen.^^

  7. Stimmt, eigentlich ist es sehr naheliegend mit dem „restlichen“ Körper anzufangen und später erst mit dem Gesicht. Bei mir war es aber auch andersrum. Wahrscheinlich, weil „Frau“ sich damit eh ein Ticken mehr beschäftigt… Für mich waren damals die Silikone im Haarshampoo der Auslöser und dann das Gesicht, beim Körper schummel ich ab und an immernoch, weil ich häufiger eine KK Bodylotion, Badezusatz oder Duschgel geschenkt bekomme und nicht wegwerfen möchte…
    Toller Post!
    Liebe Grüße
    Die Ente
    Die Ente schrieb kürzlich: Wiederverwendbare WattepadsMy Profile

  8. Ein toller Post, gerade weil ich ja nicht ganz so Naturkosmetikaffin bin, ist es super interessant zu lesen, wie man am besten umstellt und was den größten Unterschied macht. Kosequent Duschgele und Bodylotions aus dem Naturkosmetikbereich zu verwenden kann ich mir sehr gut vorstellen und du hast Recht: Es macht bei der großen Hautfläche wirklich einen Unterschied und es ist total logisch damit anzufangen! Vielen Dank für den tollen Tipp!
    Lia schrieb kürzlich: Der erste Eindruck: Eucerin In-Dusch Body LotionMy Profile

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