Warum ich Johanniskrautöl mag

Ich wäre wohl nie (oder noch lange nicht) auf Johanniskrautöl gestoßen, wenn ich nicht auf Kreta fleißig nach Naturkosmetik der Marke BioAroma gesucht hätte. Das erste, was mir ins Auge fiel, war St. John’s Wort Öl, das ich letztendlich nur aufgrund der Beschreibung gekauft habe ohne zu wissen, was es genau ist (ich stand ohne Internet im Laden und dachte: ist doch egal, was es ist, klingt gut). Zurück im Hotel fand ich heraus: es ist Johanniskraut!

Johanniskraut ist mir schon länger ein Begriff, da stößt man ja gerne in der Drogerie oder Apotheke mal drüber. Innerlich angewendet soll Johanniskraut stimmungsaufhellend wirken und man setzt es offensichtlich sogar bei leichten bis mittleren Depressionen ein (allerdings in hochdosierter Form, paar Dragees aus der Drogerie sind dazu natürlich nicht geeignet). Zu verdanken ist diese Wirkung hauptsächlich Hyperforin. Bei Netdoctor habe ich gelesen, dass Hyperforin die Botenstoffe im zentralen Nervensystem reguliert. Darüber hinaus wirkt es antibakteriell und besonders diese Eigenschaft nutzt man im Öl!

Johanniskrautöl entsteht durch Mazeration, also dem Einlegen der Blüten in kaltgepresstem Öl (Oliven- oder auch Sonnenblumenöl). Die Farbe meines Öls ist bräunlich, es wird aber wohl häufig Rotöl genannt, weil es auch eine mehr rötliche Färbung haben kann:
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Wichtig zu wissen bei der Anwendung ist, das das in Johanniskraut enthaltene Hypericin die Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Licht erhöht (siehe Echtes Johanniskraut auf Wikipedia), daher am besten nur abends benutzen und (wie immer!) auf guten Sonnenschutz achten.

Ansonsten ist dieses Öl, das als nicht reizend gilt, wohltuend bei irritierter Haut zum Beispiel nach Sonnenbrand und kann auch zur Heilungsförderung von Wunden eingesetzt werden. Ich kann beides auch mit gutem Gewissen bestätigen, musste ich es doch direkt im Urlaub auf Kreta einsetzen. Trotz häufigen Eincremens mit einem Sonnenschutz war mein Nackenbereich eines Abends sehr rot und gereizt durch die Sonne. Das Öl kam gleich zum Einsatz und am nächsten Morgen sah die Haut völlig normal aus. Ebenso habe ich eine rote Stelle beim Kind versorgt, wobei überhaupt nicht klar war, ob das von der Sonne herkam oder beim Toben irgendwie entstand. Auch hier gab es eine blitzschnelle Beruhigung der Haut!

Ein weiteres Einsatzgebiet sind schmerzende, müde Muskeln, aber das konnte ich noch nicht verifizieren. Muskelkater habe ich nicht zu oft, und wenn, dann vergesse ich einfach das Öl drauf zu schmieren. Und irgendwie schone ich meine kleine 30ml Flasche auch…

Wie man das Öl selbst herstellen könnte, wird hier beschrieben, Fans von DIY-Geschichten sollten sich da mal dran versuchen 🙂

Ich verlinke heute keine Seiten, über die man das Öl beziehen könnte, da ich bisher nur mit dem BioAroma Öl Erfahrung gemacht habe, aber Google hilft gut beim Auffinden von Shops.

Eure
viktoria

5 thoughts on “Warum ich Johanniskrautöl mag

  1. Liebe Viktoria, danke für die Vorstellung des Johanniskrautöls (: ..bisher habe ich nur wenige Erfahrungen mit unterschiedlichen Ölen gemacht, möchte aber gern ein paar testen.. Das Johanniskrautöl klingt da sehr gut. Riecht es denn nach irgendwas? Hast du es auch schon im Gesicht probiert? Ansonsten werde ich es mir für den Sommer merken. Liebe Grüße (:
    Projekt Schminkumstellung schrieb kürzlich: Geschminkt Nr. 5My Profile

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