Die Hausfrau in mir: Sheamousse selbst gemacht

Kürzlich stolperte ich über einen Instagram-Account (ich hätte ihn so gerne verlinkt, erinnere mich aber einfach nicht mehr – Nachtrag: @mechanical_girl heißt der Account!), der eine selbstgemachte Sheamousse zeigte – und meine innere Hausfrau schrie sofort: das kannst du auch!

Also besorgte ich mir reine Sheabutter im Bioladen um die Ecke und werkelte los in der Hoffnung, dass es genauso einfach geht wie es klingt. Nun ja.

Die Basis bildet bei mir eine Sheabutter von CATTIER, einfach weil ich sie beim Vollcorner um die Ecke bekommen habe auf die Schnelle. Dazu habe ich einige Öle aus meiner umfangreichen Sammlung herausgepickt, eigentlich ohne besondere Hintergedanken dazu.

Vom CMD Wildrosenöl habe ich eine Menge da, es ist also eine gute Gelegenheit, dass es sich auf einfache Art und Weise nützlich macht (mir täglich einige Tropfen davon in meine Bodylotion zu nehmen ist mir oft zu umständlich). Die pflegenden Eigenschaften davon sind euch vermutlich allen bekannt: Wildrosenöl wirkt hautregenerierend und ist besonders für trockene Haut sehr gut geeignet. Als eins der wenigen Öle mit hohem Gehalt an alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) hat es unter anderem entzündungshemmende Eigenschaften. Es kann offensichtlich sogar Collagenproduktion und Zellerneuerung fördern, man sollte die Anwendung aber vor allem in den sonnenstarken Monaten auf abends beschränken, da es oxidativ nicht stabil ist.

Das Johanniskrautöl habe ich vor nicht allzu langer Zeit hier vorgestellt, klar dass einige Milliliter davon ihren Weg in meine Mousse gefunden haben. Kurz gesagt kann es Wundheilung fördern, was nie verkehrt ist. Darüber hinaus soll es bei müden schmerzenden Muskeln helfen!

Amaranthöl kam bei mir bisher in einer kleinen eigenen Mischung von Ölen fürs Gesicht zum Einsatz, hauptsächlich wegen seines hohen Anteils an Squalen (die ungesättigte Version von Squalan, dazu habe ich hier mehr geschrieben). Darüber hinaus ist es auch ein guter Antioxidans, da es einen hohen Gehalt an Tocopherolen aufweist.

Und zum Schluss habe ich ein paar Milliliter vom Ghee Sana Balsam benutzt, das selbst eine Ölmischung ist. Sie riecht aufgrund des enthaltenen Pflaumenöls ganz wunderbar nach Mandellikör und ich wollte vor allem dies ausnutzen.

Und so bin ich vorgegangen:

  1. In einem Wasserbad habe ich die Ölmischung erwärmt und die Sheabutter dazu gegeben, so dass sie auch etwas schmilzt
  2. Die Masse habe ich mit einem Stabmixer durchgemischt, bis sie trüb wurde und für einige Minuten in den Kühlschrank gestellt (hier war mein erster Fehler es nicht lang genug drin gelassen zu haben)
  3. Da der Stabmixer nicht zum Dauerbetrieb geeignet ist, habe ich die nächste Runde im ThermoMix laufen lassen, allerdings war es nur wenig Masse und wurde nicht so gut gemixt, wie es sollte

Das Ergebnis meiner hausfraulichen Bemühungen lässt sich nicht unbedingt Sheamousse nennen, ist aber absolut brauchbar!

Als ich diese Geschichte auf Instagram gepostet habe, bekam ich gleich Verbesserungstipps, sehr praktisch! Beim nächsten Mal werde ich die Masse länger (Stunden offensichtlich!) im Kühlschrank lassen und anschließend mit einem Handrührgerät einige Minuten schlagen. Das soll die sahnige Masse hervorzaubern.

Großer Pluspunkt bei dieser Arbeit: ich war währenddessen schon top-gepflegt. Man will ja keinen einzigen Tropfen verschwenden und so musste ich immer wieder Masse von Stabmixer, vom Becher, aus dem ThermoMix auf mich schmieren. Nachdem meine Ellenbogen und Hände babypoppoweich waren, kam mein Bauch dran, zum Schluss habe ich mitten in der Küche meine Hose ausgezogen, um die Beine einzuölen. Hat Spaß gemacht, probiert es aus 🙂

Eure Viktoria

15 thoughts on “Die Hausfrau in mir: Sheamousse selbst gemacht

  1. Ich krieg‘ Sheasahne nicht aufgeschlagen, mein Timing ist falsch oder ich bin zu ungeduldig. Deine sieht dagegen fast schon luxuriös-luftig aus. Meine Mischungen erstarren en Block und werden wie Prittstift ohne Stift auf die Haut gemalt, als feste Körperbutter; it’s not a bug, it‘s a feature!
    Karin | Kosmetik natürlich schrieb kürzlich: Aufgebraucht #9 | März 2015My Profile

    1. Genau, immer das Positive dran sehen 🙂 Empfinde meine allerdings im Vergleich mit der von Ponyhütchen natürlich dann alles andere als luxuriös, haha.

  2. Ach herrje, ich erinnere mich noch an mein Fiasko zurück mit der Mineral Foundation, die ich erfolglos versuchte selbst zu machen. Das Resultat war eine Geisha-Foundation und eine zugestaubte Küche. Naja, war nicht so toll.
    Das hier klingt einfacher. Kaufe trotzdem lieber, glaube ich 😉

    1. Lieben Dank! Immer die reine ungeschönte Ehrlichkeit, haha.
      Auf meinem Instagram-Account noch viel schlimmer mit abstehenden Morgen-Haaren, Pickeln und Schweiß-Gesicht nach Sport…

  3. Oh das ist ja ein tolles Rezept! So etwas würde ich zu gerne auch mal ausprobieren. Johannekrautöl habe ich, die anderen Sachen leider nicht im Schrank.
    Bist Du denn im Nachhinein zufrieden und benutzt es öfters? Wie lange hält sich diese Masse dann? Lieben Dank. Lg Jules

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