Meine Routine 

Routine. Klingt langweilig, eingefahren. Mag in mancherlei Hinsicht stimmen, auf die Hautpflege trifft das meiner Meinung jedoch nicht zu. Hier ist Routine etwas Gutes, etwas Stetiges, das man sich selbst gönnt. Das Thema Routine der Pflege ist übrigens besonders bei Instagram ein beliebtes, man findet unzählige Fotos dazu und kann so quasi in fremde Badezimmer einen Einblick bekommen. Ich schaue zwar lieber generell fremde Wohnungen an, nicht die Badezimmer, aber das Thema scheint gut anzukommen.

Ich zeige heute meine Routine der Gesichtspflege, wie ich sie letztendlich schon seit geraumer Zeit betreibe. Dabei geht es nicht vordergründig um bestimmte Marken oder Cremes, obwohl ich natürlich konkrete vorstelle, sondern vor allem um die einzelnen Schritte – den Inhalt davon tausche ich immer wieder aus.

*Die Reinigung*
Jede gute Gesichtspflege beginnt mit einer milden und gründlichen Reinigung, denn was nützt die beste Creme oder die wirksamsten Inhaltsstoffe, wenn sie nicht so recht in die Haut eingeschleust werden können. Ich habe mich inzwischen nahezu komplett auf Reinigungsmilch eingestellt, damit bekomme ich genau die Art von Reinigung, die ich mir wünsche: ohne harsche Tenside, nicht alkalisch wie Seifen, dennoch tadellos funktional.

Aktuell ist bei mir die Hydro Reinigungsmilch von amo como soy im Einsatz, inzwischen schon die zweite Flasche, beide habe ich als PR Sample erhalten und bin sehr froh darüber, sie ist ideal für mich (wenn man über den Preis hinwegsehen könnte, hehe).

Letztendlich ist es wichtig, dass man sowohl abends als auch morgens die Haut von Schweiß, Staub, Sebum, Make-up, Sonnenschutz etc. befreit, damit die nachfolgenden Produkte ungehindert pflegen können. Ich weiß, dass sehr viele Naturkosmetik-Liebhaber gerne minimalistisch pflegen und auf Seifen zurück greifen. Ich wäre auch wahnsinnig froh, solche ergiebigen Produkte (nahezu) ohne Verpackung verwenden zu können, allerdings lässt sich die Wirkung von alkalischen Produkten auf unsere leicht saure Haut nicht von der Hand weisen. Allein die Tatsache, dass man anschließend keine chemischen Peeling verwenden könnte – sie wirken schlichtweg gar nicht, wenn der pH-Wert der Haut so hoch ist, spricht für mich dagegen. Mein Rat ist daher, im Gesicht lieber keine Seife zu benutzen, aber ich empfehle auch, hierzu einfach etwas mehr zu recherchieren, um sich gut informiert für oder wider zu entscheiden.
Übrigens, Erbse hat ihre Gedanken zum Thema Seife anhand des Beispiels von Aleppo-Seife hier aufgeschrieben, schaut mal rein!

*Hydrolate marsch!*
Ich kann nicht mit großer Bestimmtheit behaupten, Hydrolate wären notwendig oder bringen eine distinktive Verbesserung. Dennoch benutze ich immer wieder welche aus mehreren Gründen. Zum einen schleust man damit Feuchtigkeit in die Haut, die sich dann mit weiteren Produkten einschließen lässt und die Haut praller aussehen lassen kann.

Darüber hinaus empfinde ich den Geruch solcher Produkte als beruhigend und angenehm, dafür sollte man sich natürlich entsprechend ein Hydrolat aussuchen, das einem geruchsmäßig zusagt. Momentan mische ich mir zwei Hydrolate von Biopark Cosmetics, wobei Immortelle leider weniger fein riecht, aber zumindest etwas ausgeglichen wird durch Lavendel, meine Mischung ist in etwa 1:3.

Beide habe ich bei eccoverde bestellt, als es Rabatt darauf gab, sehr gerne nutze ich aber auch die DABBA Blütenwasser, so ein 3er-Set „Kraft des Waldes“ habe ich zum Beispiel mal bei HILLA Naturkosmetik bestellt. Auch Maienfelser hat Hydrolate im Sortiment und zwar eine unglaubliche Anzahl aus den wundersamsten Pflanzen, da macht allein das Stöbern viel Spaß, hier hatte ich das Teebaumöl-Hydrolat bereits im Einsatz.
Worauf ich einfach achten würde, ist Alkohol. Ist er enthalten, kann das Produkt austrocknend wirken, je nach Anteil sogar Zellen nachhaltig schädigen (hier variieren die Angaben unterschiedlicher Studien – während Paula Begoun sich auf amerikanische Studien beruft mit der 3% Grenze, sprechen deutsche Quellen von 12-20%).

Das Hydrolat kommt während der gesamten Pflegeroutine mehrfach ins Gesicht, das erste Mal nach der Reinigung.

*Feuchtigkeit, Feuchtigkeit, Feuchtigkeit*
Ich habe meine Haut also gereinigt und mit zusätzlicher Feuchtigkeit besprüht, nun ist es Zeit, die ersten Wirkstoffe in die Haut zu bringen. Dazu benutze ich ein Gel oder ein Serum, eine Auswahl meiner aktuellen Produkte haben sich für ein Foto gemeinsam aufgereiht, natürlich nutze ich sie aber einzeln:

Das Oceanwell Meeresgel wurde mir im vergangenen Jahr zum Testen zugeschickt, ich habe es inzwischen nahezu aufgebraucht. Während es leider nicht reizarm ist aufgrund der enthaltenen allergenen Duftstoffe (Inhaltsstoffe sind über den oberen Link einzusehen), fand ich die Pflegewirkung sehr gut, das Gel hat eine recht dicke Konsistenz, lässt sich schön auftragen auf der feuchten Haut und füllt Trockenheitsfältchen auf. Übrigens habe ich vor der Verwendung gar nicht gelesen, dass das Gel eher als Maske gedacht ist und nach 20 Minuten abgewaschen werden soll/kann – ich habe es wie ein normales Gel benutzt und kann das auch so weiter empfehlen, da nach 20 Minuten eigentlich überhaupt nichts mehr auf der Haut ist, das man abwaschen könnte. Auf der diesjährigen Vivaness hatte ich die Gelegenheit, mit einer liebenswerten Vertreterin der Marke zu sprechen. Sie meinte, dass viele Kundinnen auf die Algenkosmetik durchaus sichtbar reagieren mit etwas geröteter Haut, da sie wohl kräftig arbeitet durch die Wirkstoffe. Ich konnte das an mir nicht beobachten, aber behaltet das im Hinterkopf, falls ihr etwas von OceanWell ausprobiert.

Auch das Hydrogel von alva ist ein PR Sample, das ich liebend gern angenommen habe, da ich großer Fan der Sensitiv-Linie bin und mir bereits die Reinigungsmilch und die Maske daraus gekauft hatte vor geraumer Zeit. Hier ist vor allem Hyaluronsäure hervorzuheben, sie hilft der Haut Feuchtigkeit zu speichern. Darüber hinaus sind einige feine Öle enthalten, was man der geligen Textur gar nicht anmerkt. Ich empfinde meine Haut danach als besonders prall und glatt! Für mich ist das definitiv ein Kaufkandidat.

Meine persönliche Entdeckung letztes Jahr sind die Produkte von CremeKampage, vom Aloe-Vera-Gel habe ich schon die zweite Flasche im Einsatz, bei der letzten Bestellung habe ich auch noch das Sanddorn-Fluid mitgenommen. Beide Produkte enthalten Niaciamid (Vitamin B3 oder auch Nicotinamid), das wirklich ein Multitalent ist. Gute Informationen dazu findet ihr zum Beispiel hier bei Paula’s Choice. Man kann sich bei CremeKampagne auf Wunsch mit einem kleinen Aufpreis sogar etwas mehr Niaciamid rein packen lassen, oder aber man traut sich selbst ran und bessert sein Serum oder Gesichtswasser/Hydrolat damit selbst auf, Shenja von Incipedia führt euch Schritt für Schritt durch!

*Creme de la Creme*
Welch Überraschung bei der Überschrift, auf ein Gel oder Serum folgt bei mir die Creme, wenn ich wild drauf bin, sprühe ich vorher noch mal etwas Hydrolat auf.
Ich habe tatsächlich meistens mehr als eine Gesichtscreme im Einsatz und greife einfach zu der, die mich gerade in meinem Schrank anspricht (nicht wörtlich, versteht sich, sollte eine Creme bereits mit euch sprechen, ist es an der Zeit, sie loszuwerden).

Die Kivvi 24h Intensive Nourishing Facial Cream aus der günstigen Pyrus Cydonia Linie habe ich bereits 2015 bei HILLA Naturkosmetik entweder selbst bestellt (als ich die dazugehörige Reinigung gekauft habe) oder aber als PR Sample erhalten – ich kann es ehrlich gesagt nicht mehr genau eruieren. Mit der Anwendung habe ich allerdings ewig gezögert, da Kokos- und Olivenöl enthalten ist, beide führen bei mir gerne zu Unreinheiten, sind aber eigentlich schön reichhaltige Pflegeöle. Ich habe es jedoch kurz vor Ablauf der Mindesthaltbarkeit gewagt, hatte da bereits wohl hormonell bedingt etwas Unreinheiten, die sich mit der Creme etwas verschlimmert haben – behaupte ich. Nach dem Absetzen der Creme ist allerdings nichts wirklich besser geworden, ich habe aktuell immer wieder Pickel an der Kinnlinie entlang, am Hals und wenig sichtbare Unterlagerungen auf der Stirn. Das klingt für mich eher nach was Hormonellem als nach ungeeigneter Pflege, aber ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen. Ich habe die Creme jedenfalls erst mal wieder weggestellt und schaue, ob ich sie später noch mal ausprobiere, da ich sie insgesamt wirklich gut finde mit ihrer Reichhaltigkeit.

Mit der MED-Serie hat alverde wirklich einen kleinen Schatz in die Drogerie-Welt gebracht, finde ich. Die Produkte sind mild formuliert und zu dem typisch günstigen Preis wirklich unschlagbar. Die Pflegecreme fürs Gesicht habe ich zunächst nur abends verwendet. Der Grund dafür ist etwas seltsam bei mir: die Creme enthält Cetearyl Alkohol und das führt bei mir manchmal zu einem Schwitz-Effekt auf der Haut. Irgendwann habe ich aber festgestellt, dass durch die Zugabe von 1-2 Tropfen Öl sich diese Creme zum einen viel besser und schneller einarbeiten lässt, zum anderen der Effekt gar nicht auftritt. Daher darf die Creme inzwischen unabhängig von der Tageszeit in mein Gesicht. Die zweite Tube ist bald leer und wird auch sofort ersetzt, ich bin mehr als zufrieden damit.

Für den Hauch Luxus bei der Pflege sorgt die 24-Stunden-Gesichtscreme von amo como soy, die mir zum Testen zur Verfügung gestellt wurde. Der Geruch ist unvergleichlich und beruhigt mich regelrecht beim Cremen. Ich wünschte, ganz vorne wären etwas wertvollere Inhaltsstoffe, die kommen nämlich bisschen später in der Liste (dies würde sich aber vermutlich noch mehr im Preis äußern, daher verständlich), die Pflegewirkung ist aber insgesamt gut und die Creme fühlt sich sahnig und reichhaltig an. Einzig den Tiegel mag ich bemängeln, Cremes sind in Pumpspendern einfach besser untergebracht, so dass die enthaltenen Antioxidantien nicht „verpuffen“ durch Zufuhr von Sauerstoff.

Generell unterscheide ich eigentlich selten zwischen Tages- und Nachtpflege bei Cremes, eine Ausnahme habe ich allerdings beim SO’BIO étic Gelée de Nuit Anti-Âge gemacht. Das ölige Gel war ein Spontankauf in Straßburg in einem Supermarkt, als ich im vergangenen Jahr beruflich in der Nähe war. Diese herrlich sonderbare Textur blieb mir von der Vivaness 2016 in Erinnerung und als ich das Gel im Regal sah, musste ich das einfach mitnehmen.

Im schicken Glastiegel liegt dieses Gel golden drin, mit Körperwärme verwandelt sich das Ganze in eine eher ölige Konsistenz und lässt sich gut in die feuchte Haut einarbeiten.
Es ist nicht wirklich als mild zu bezeichnen, da allergene Duftstoffe enthalten sind (die Liste der Inhaltsstoffe könnt ihr über den oberen Link einsehen), ich versuche jedenfalls Produkte dieser Art möglichst eingeschränkt zu benutzen, muss aber gestehen, dass es manchmal sehr wohltuend ist, ein luxuriös riechendes Produkt im Gesicht zu verteilen…

*Augenblick*
Mit extra Produkten für die Augenpartie habe ich eigentlich aufgehört, Die von mir verwendeten Cremes passen hier genauso gut wie im ganzen Gesicht und es scheint fast zu viel Aufwand zu sein, noch ein zusätzliches Produkt im Schrank zu haben. Aber im PR-Päckchen von alva war auch diese Augen- und Lippenpflege dabei, also habe ich sie zum Testen in die Routine integriert (obwohl ich zugeben muss, dass ich sie öfter vergesse als benutze).
Ich empfinde die Konsistenz als etwas fest und nicht so reichhaltig, wie meine sehr trockene Haut es bräuchte. Inhaltsstoffe (und einen vergünstigten Preis) gibts zum Beispiel bei Talea Naturkosmetik.

*Der krönende Abschluss*
Um die eingeschleuste Feuchtigkeit nun möglichst lange in der Haut zu behalten, besteht mein letzter Pflegeschritt aus einigen Tropfen Öl. Die Art des Auftrags variiert nach Lust und Laune. Manchmal mische ich das Öl mit einer Creme und trage das gemeinsam auf, oder aber ich sprühe noch mal ein Hydrolat ins Gesicht und arbeite darauf das Öl ein.

Meine aktuellen Favoriten sind diese drei:
Das DABBA Rosehip Oil Elixir wurde mir von HILLA Naturkosmetik zur Verfügung gestellt und war auch Teil der Präsentation neuer Produkte auf der Vivaness.

Das Arganöl von Instanatural war eine Weitergabe über Instagram, wofür ich dankbar bin!

Und das amo como soy Regeneratives Gesichtsöl ist ebenfalls ein PR Sample und ich kann nicht nur von der angenehmen Wirkung schwärmen (das Öl fühlt sich besonders samtig auf der Haut an), sondern vor allem vom Duft. Er ist für meine Nase der schönste Duft, den ich mir in Kosmetik vorstellen kann (verdammte allergene Duftstoffe). Ist quasi Aromatherapie für mich abends.

Das wäre dann meine gesamte Routine. Kommt euch davon was bekannt vor, pflegt ihr ähnlich?

Euer Feedback ist immer hilfreich und freut mich!

Eure Viktoria

4 thoughts on “Meine Routine 

  1. Wo ist deine Sonnencreme? 😀
    Die Alverde Med Creme habe ich jetzt auch mal gekauft, ist echt gut, aber für mich zu leicht. Im Sommer sicher gut. Ich stehe bei Tonern ja gerade auf Die Wirkung, dass die nicht nur Feuchtigkeit spenden, sondern die nachfolgenden Produkte besser verteilen lassen. Den Weihrauch Toner von Wolkenseifen finde ich super.

    LG Valandriel
    Valandriel Vanyar schrieb kürzlich: Dr. Hauschka: Vegan-Liste inkl. neuer dekorativer Kosmetik!My Profile

    1. Hervorragende Frage 🙂
      Für Sonnenschutz plane ich einen eigenen Post, habe aber in den letzten Monaten eher selten täglich Sonnenschutz aufgetragen, da ich im Dunkeln aus dem Haus ging, den Tag im Büro (kaum Tageslicht, immer Lampen an) verbrachte und am späten Nachmittag im Halbdunkeln wieder nach Hause kam. Mir schien da SPF etwas zu viel des Guten zu sein. An Tagen mit Spielplatzaufenthalt, am Wochenende etc. habe ich das selbstverständlich nicht vernachlässigt.

      Weihrauch Toner klingt aber sehr spannend!

      Liebe Grüße!

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