Erfolgreich und geheimnisvoll kaschiert – mit Laura Mercier Undercover Pot (heute: Secret Camouflage)

Ich hoffe, es interessiert euch, wie ich zu meinem Undercover Pot gekommen bin, welchen ich euch heute vorstellen möchte, weil ich das gerne erzählen will 😉 Eine lange Recherche zu einem Produkt mündete in einem sehr kurzentschlossenen Kauf eines anderen Produkts…

Seit kurzem bin ich ein großer Fan von Lisa Eldridge und ihren Tutorial-Videos bei youtube. Habe ich mich doch recht lange geweigert, solche Videos zu schauen, bekommt man mich jetzt fast nicht mehr weg, wenn ich einmal angefangen habe. Plötzlich fand ich es spannend, einer wirklich tollen Makeup-Artistin zuzuschauen, ob sie nun sich oder andere schminkt. Man lernt wirklich eine Menge dabei, ich habe so oft darüber auf anderen Blogs gelesen, nun gehöre ich endlich auch zu ihrer Fan-Gemeinde.

Ich glaube, es gibt kaum ein Video, in dem sie nicht ihre geliebte Laura Mercier Secret Camouflage erwähnt. Da muss doch was dran sein, dachte ich, und fing an, Reviews zu lesen. Dieses Produkt polarisiert, es geht von „heiliger Gral“ bis „unnützes Zeug“. Während ich das so las, begegnete mir noch der Secret Concealer, auch hier gab es genügend positive Reviews.

Ganz verwirrt, wusste ich einfach nicht mehr, ob oder was ich will, bis ich plötzlich auf die Lösung gestoßen bin: beides! Und zwar in einem Töpfchen, wie praktisch ist denn das. Und es wurde noch besser: zusätzlich zu den beiden Concealern befindet sich noch ein loser Puder in der Dose, also 3 Fliegen mit einer Klappe.
Ich saß übrigens bei einem Latte Macchiato und las Reviews auf meinem iPhone, als ich das entdeckt habe, Ludwig Beck war rein zufällig ganz nah, also rannte ich dann hin! Die freundliche Laura-Mercier-Verkäuferin hat mich mit allen 3 Produkten aufgehübscht (dazu noch mit einem hinreißenden Blush und dem Lippenstift Raspberry Sorbet, der nun auf meiner imaginären Wunschliste an mich selbst steht – fantastische Haltbarkeit), das hat mich auf der Stelle überzeugt. Zu meiner relativ hellen Haut passt der Pot Nummer 2.

*Beschreibung des Herstellers*
Jetzt habe ich euch aber arg zugetextet mit meiner Einleitung, los geht’s mit der Produktbeschreibung des Undercover Pot von Laura Mercier:
„An innovative, travel-friendly pot that combines steps three and four of the Flawless Face into one convenient package for flawless touch-ups.“
Um euch nicht nur mit englischen Texten zu bewerfen, kopiere ich noch die kleine Beschreibung, die man bei Ludwig Beck online findet:
„Die lichtreflektierenden Pigmente des Laura Mercier’s Undercover Pot kaschieren Schatten, Linien und Fältchen. Der Teint wirkt gleichmäßiger und strahlend frisch. Die leichte und angenehme Konsistenz ist langhaftend.“

*Mein Eindruck*
Das Töpfchen ist nicht groß, das Design elegant.
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Öffnet man den Deckel, kommen die beiden Concealer zutage (links Secret Camouflage, rechts Secret Concealer), im Deckel selbst befindet sich ein praktischer Spiegel. Gerade für das Kaschieren von Augenringen und Unebenheiten finde ich ihn wirklich gut, man sieht die richtigen Gesichtsausschnitte.
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An das lose Puder kommt man heran, wenn man den oberen Teil des Töpfchens abschraubt. So kann nichts aus Versehen aufgehen, das ist gut durchdacht.
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Um meine Reviews etwas schlanker zu halten, stelle ich heute nur ein Produkt vor, die beiden anderen finden sicherlich bald ihren eigenen Platz im Blog. Der Vollständigkeit halber gibt es aber schon einen Swatch aller 3 Produkte:
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Die Camouflage ist gelbstichig, der Concealer eher rosastichig, der Puder scheint fast transparent zu sein. Wie üblich sind die Farben für meinen extrem hellen Unterarm zu dunkel, aber dafür sieht man sie recht gut und ich habe naturlich stark aufgetragen und nicht verblendet.

*Anwendung*
Fangen wir mit dem Lieblingsprodukt von Lisa Eldridge, der Secret Camouflage (der oder die oder das? ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau). Es handelt sich hierbei um eine sehr feste Creme, mit der eine unregelmäßige Tönung der Haut, Rötung, Unreinheiten, Narben und andere Dinge kaschiert werden sollen, welche ein regelmäßiges Hautbild stören. Es ist ganz und gar nicht dazu gedacht, Augenringe abzudecken, obwohl viele Frauen es offensichtlich versuchen und dann sich über die schwere Textur und das schlechte Ergebnis beschweren.
Laut der Produktbeschreibung ist das ölfrei und langhaftend. Das Originalprodukt kommt in 2 Pfännchen mit verschiedenen Farben, damit man sich seinen perfekt passenden Ton selbst mixen kann. Von diesen Duos gibt es übrigens 8 Varianten, also eine durchaus gute Auswahl, bei der die meisten fündig werden sollten.

*Textur, Swatches*
Die Textur der Camouflage ist wirklich sehr fest, ich habe mich etwas schwer getan, um mit meinem kleinen Pinsel (den ich für einen Concealer-Pinsel halte) das Produkt herauszubekommen. Eventuell ist der Auftrag mit dem Finger besser, aber ich möchte das möglichst hygienisch erhalten und nutze lieber den Pinsel, ggf. werde ich mal andere ausprobieren. Es ging jedenfalls nach etwas Stochern und Wischen des Pinsels im Topf dann schon. Bei meinem ersten Versuch bin ich folgendermaßen vorgegangen: ich habe mein Gesicht mit dem Blemish Balm von NIVEA (hier vorgestellt) eingecremt und anschließend die Unreinheiten sowie Pigmentflecken per Tupfen der Camouflage abgedeckt. Das Ergebnis: phänomenal. Finde ich zumindest, aber seht selbst (ich kann den Farbunterschied zwischen Foto 1 und Foto 2 nicht erklären, war innerhalb weniger Minuten an der selben Stelle, das stört aber den Vergleich nicht wirklich): man beachte meine Referenzstellen „Pickelchen unter der Nase“ und „kleine Pigmentflecken auf der Wange“

Nichts auf der Haut – mit NIVEA BB – mit Secret Camouflage:

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Ich finde, dass der Teint auf dem 3. Foto wirklich ausgeglichen und ebenmäßig wirkt. Dabei habe ich nur winzige Stellen mit der Camouflage betupft und noch kurz die rötliche Haut um die Nase herum versorgt. Man könnte glatt denken, ich sei gephotoshopt.
Selbst beim nahen Hinsehen ist das überhaupt nicht auffällig, eine solche Erfahrung habe ich mit Abdeckprodukten bisher nicht gemacht und daher bereits vor langer Zeit aufgehört, Unreinheiten etc. gesondert abzudecken. Das Ergebnis fand ich meist scheußlicher, als die Unebenheiten selbst.
Ich weiß nicht, ob ich tatsächlich jeden Tag all diese Kleinigkeiten aufwendig kaschieren möchte, aber definitiv werde ich das bei etwas wichtigen Anlässen tun! So habe ich auch länger was vom Produkt 😉

*Inhaltsstoffe*
Die Inhaltsstoffe der Camouflage werden vorbildlich auf der Webseite aufgeführt:
Diethylene Glycol, Diethylhexanoate/Diisononanoate, Paraffin, Hydrogenated Polyisobutene, Octyldodecanol, Ethylhexyl Isononanoate, Euphorbia Cerifera (Candelilla) Wax (Candelilla Cera), Polymethyl Methacrylate, Copernicia Cerifera (Carnauba) Wax (Cera Carnauba), Phenoxyethanol, Glyceryl Stearate, Tocopherol, Isopropyl Myristate, Oleth-10, Retinyl Palmitate, Ascorbyl Palmitate, Water (Aqua), Silica, Chamomilla Recutita (Matricaria) Flower Extract, Honey Extract (Mel), Potassium Sorbate, Hexylene Glycol, Caprylyl Glycol, Tetrapeptide-14, Titanium Dioxide (CI 77891), Iron Oxides (CI 77492), Mica (CI 77019). May Contain (+/-): Iron Oxides (CI 77491, CI 77499), Ultramarines (CI 77007)

Codecheck hebt bei 3 Stoffen den roten Finger: Diethylene Glycol ist ein chemisches Lösemittel und PEG-basiert, Paraffin als Erdöl-Stoff ist immer so ein Kandidat, und auch Silica als der übliche von Codecheck Verdächtige ist dabei (hier habe ich für mich ja beschlossen, dass ich mich noch tiefer einlesen möchte und solange darauf vertraue, dass sogar Naturkosmetikmarken Produkte rein aus Silica anbieten). Ja, von natürlich sind wir hier weit entfernt, aber allein die Tatsache, dass ich winzige Tupfer davon auf die Haut setze, reicht mir schon aus. Das Ergebnis ist bisher unerreicht, erst recht nicht mit NK-Produkten, hier war der Concealer einfach immer deutlich sichtbar auf meiner Haut.

*Performance*
Die Haltbarkeit empfinde ich als gut, aber nicht hervorragend. Am Abend schimmern die versteckten Stellen schon etwas durch, finde ich. Ich habe heute beim Test allerdings den dazugehörigen Puder nicht benutzt, damit soll man sowohl den Concealer unter den Augen als auch die Camouflage im ganzen Gesicht „setten“, das sorgt natürlich für eine noch bessere Haltbarkeit. Das probiere ich auf jeden Fall noch aus und unterziehe das Gesamtpaket einem Alltagstest.

*Fazit*
Insgesamt bin ich absolut angetan von diesem Pöttchen, praktisch und wirksam! Auch der Concealer schneidet bei mir gut ab, dazu bald mehr.
Wenn sich da noch so ein zusammenklappbarer Pinsel verstecken könnte, um nicht einen mitschleppen zu müssen, wenn man den Topf mal mitnimmt, wäre ich wohl wunschlos glücklich 🙂

Nachtrag:
*Fakten*
Uuups, vor lauter Begeisterung habe ich die üblichen harten Fakten vergessen, tut mir leid! Wer dem oberen Link zu Ludwig Beck gefolgt ist, hat sicherlich den happigen Preis von 39€ gesehen (in den USA wie üblich günstiger, nämlich 34$).
Ja, wir haben es hier mit Highend-Kosmetik zu tun, die auch noch gar nicht einfach zu bekommen ist vor Ort. Online können die Produkte bei Breuninger und Ludwig Beck bestellt werden.

Einen interessanten Kritikpunkt habe ich in einer Review gelesen: so praktisch das Töpfchen auch ist, man braucht oft mehr vom Concealer als von der Camouflage, weswegen die Abnutzung ungleich ist. Eine Seite leert sich, die andere ist noch gut voll. In der Tat problematisch. Ich versuche dem vorzubeugen, indem ich den Concealer nicht zu meinem Alltagsprodukt mache und sparsam einsetze. Dazu bald mehr!

5 thoughts on “Erfolgreich und geheimnisvoll kaschiert – mit Laura Mercier Undercover Pot (heute: Secret Camouflage)

  1. und wenn mir noch jemand verraten könnte, wie ich zum Kuckuck das Vorschau-Foto definieren kann über WordPress, da bin ich dann tatsächlich wunschlos glücklich… Das Ding nimmt sich einfach irgendein Foto, ich habe noch nicht mal den Algorithmus dazu verstanden.

  2. Oh… Neid, Neid, Neid – und ich habe übrigens jeden Absatz gelesen, weil mich total interessiert hat, wie Du dazu gekommen bist – also keine Angst vor der langen Review. Sie war super! Und die Bilder sprechen absolut für sich. ich finde das Ergebnis wirklich außergewöhnlich gut!

    Ich habe leider kein Laura Mercier in der Nähe – aber in Karlsruhe ist wohl ein Counter und nur zu gerne würde ich da mal hin… Ich liebe doch diese ganzen Teintsachen einfach…

    Das Artikelbild definierst Du übrigens im Artikeleditor rechts unten „Artikelbild festlegen“ 🙂

    Tolle Review! Und Lisa Eldridge finde ich übrigens sehr bezaubernd und seriös.

    1. Liebe Shelynx, wenn du alles gelesen hast, dann war es schon wert, das zu schreiben 🙂

      Ein Laura Mercier Counter in Laufähe ist Fluch und Segen!

      Übrigens, das mit dem Artikelbild mache ich ja immer, aber das stört WordPress nicht – es zeigt in der Vorschau immer ein anderes beliebiges Bild aus dem Post an 🙁

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